Geschichte

Aus der Geschichte des CVJM- St. Georgen und seines Vorgängers.

In den 90ger Jahren des 19ten Jahrhunderts bildete sich in St. Georgen ein selbständiger Verein für innere Mission und Gemeinschaftspflege. Gleich zu Beginn sammelte dessen Prediger Johann Blum einen Kreis von jungen Männern, mit denen er in einem Privathaus regelmässig Bibel- und Gebetsstunden abhielt. Um 1897 kam es zum Bau des heute noch bestehenden Vereinshauses in der Roßbergstr. Die Gemeinschaft wuchs rasch, so dass um 1905 ein Anbau an das bestehende Vereinshaus erstellt wurde. Im Saal dieses Anbaues erhielt der Jünglings- und Männerverein, wie er sich jetzt nannte, seine neue Heimat. Im selben Jahr kam es zur Gründung des heute noch bestehenden Posaunen- chores. Bis dahin bestand innerhalb des Jünglings- vereins ein Männerchor und ein Instrumentalkreis. Die zentrale Veranstaltung war die Bibelstunde jeden Samstagabend. Da um jene Zeit der Jünglingsverein die einzige männliche Jugendarbeit in St. Georgen war, wurden die Bibelstunden von ca. 50-60 jungen Männern besucht. 1910 kam eine uniformierte christliche Pfadfinderabteilung mit ca. 40 Mitgliedern dazu. Im Jahr 1920 löste sich der Schwarzwälder Missionsverein auf und schloss sich dem Gemeinschaftsverband “Augsburgischen Bekenntnisses in Baden” an. Der Männer- und Jünglingsverein war somit automatisch Mitglied im A.B. Verband. Durch den politischen Umbruch 1933 bedingt, löste der Verband der A.B. Gemeinschaften seine organisierte Jugendarbeit auf. Um ihre Existenz nicht aufgeben zu müssen suchten der Jünglingsverein und der Posaunenchor Anschluss beim schon lange bestehenden Jungmännerwerk / CVJM- Reichsverband. Ein Anschluss war für den Posaunenchor notwendig, weil eine Mitgliedschaft bei der damaligen Reichsmusikkammer nur über einen Verband zu erreichen war. Der CVJM- Reichsverband, wie er früher hiess, und die Landesverbände wurden später zwangsweise aufgelöst. Ein Beitritt zur politischen Jugend- organisation war für sie nicht denkbar. Trotz mancher Behinderung durch die damaligen politischen Verhältnisse konnte die Arbeit im Jungmännerkreis getan werden, wenn auch in bescheidenem Rahmen. Die Bibelstunden konnten regelmässig durchgeführt werden. Mit Dank an Gottes Führung darf gesagt werden, dass es immer junge Männer gab die mitmachten. Nach dem Kriegsende 1945 konnte der CVJM- Reichsverband mit Genehmigung der Besatzungsverwaltung die Arbeit wieder aufnehmen. Die ehemaligen CVJM- Sekretäre, die aus dem Krieg zurück kehrten, stellten sich gleich wieder zur Verfügung. Auf Einladung damaliger älterer Brüder besuchte uns 1946 ein CVJM- Sekretär. Er bestärkte die Männer im CVJM- St. Georgen die regelmässige Arbeit wieder aufzunehmen. 1967 baute der CVJM- St. Georgen eine Jungschararbeit auf. Leider musste sie aus Leitermangel nach einigen Jahren wieder eingestellt werden. Im selben Jahr konnte mit der Jungenschaftsarbeit begonnen werden. Später ging diese Arbeit in einem Jugend- bibelkreis auf. 1986 wurde diese Arbeit beendet. Bis 1975 fanden die Veranstaltungen im Vereinshaus an der Roßbergstr. statt. Durch Eigenbedarf der A.B.- Gemeinschaft bedingt musste der CVJM- St. Georgen umziehen. Im Evangelischen Gemeindehaus fand er eine neue Bleibe. Bedingt durch personelle und finanzielle Veränderungen bei der Evang. Kirchengemeinde St. Georgen suchte der Arbeitskreis Jugend (AKJ) der Kirchengemeinde nach Möglichkeiten zur Anstellung einer hauptamtlichen Person auf Spendenbasis. So kam es im November 1993 zur Verbindung mit dem CVJM- St. Georgen, welcher nun seit September 1995 mit einer hauptamtlichen Person Kinder- und Jugendarbeit in St. Georgen durchführt