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Aus gegebenem Anlass werden alle Gruppen, Aktionen und Events des CVJM St.Georgen vorerst abgesagt. Dies tun wir nicht aus Panik oder weil wir uns zu etwas gezwungen fühlen. Sondern aus unserem Verantwortungsbewusstsein vor Gott, euch und uns! Bis dahin Gottes Segen.

Liebe Mitglieder und Freunde des CVJM St. Georgen,
Wie geht es euch in dieser besonderen Zeit?
Auch bei uns im CVJM läuft derzeit vieles anders. Manches geht nicht mehr, aber es gibt auch gute Möglichkeiten, die wir gerade entdecken. Daran wollen wir euch in diesem Kontaktbrief teilhaben lassen. Wie gewohnt bekommt ihr auch einen Rückblick über das, was im neuen Jahr bisher gelaufen ist.
Wir freuen uns, von euch über Mail/Telefon/Handy/WhatsApp zu hören und mit euch verbunden zu bleiben. Zudem freuen wir uns, wenn ihr uns weiter im Gebet und Spenden verbunden bleibt. Uns fehlen die Einnahmen durch den Bücherflohmarkt. Auch wenn wir gerade viele Einschränkungen erleben, wollen wir weiter mit Jesus Gottes Reich bauen. Gott kennt keine Begrenzungen und hat viel mehr Möglichkeiten, Herzen zu erreichen, wie uns manchmal bewusst ist.

„When everything’s breaking, YOU are left unshaken!
When everythings’s tumbling down, YOU’re the solid ground.
Nations could be quaking, economies failing. When fear is found all around, YOU’re the solid ground.“
We shall not be shaken, Matt Redman

„Wenn alles zusammenbricht, bleibst du unerschütterlich. Wenn alles zusammenstürzt, bist du der feste Grund. Nationen können beben, die Wirtschaft versagen. Wenn überall Angst herrscht, bist du der feste Grund.“

Seit Tagen gehen mir diese Liedzeilen nicht mehr aus dem Kopf. Ein Lied, wie geschrieben für diese Situation. Wir erleben gerade eine Verunsicherung und ein Auseinander brechen von so vielem, was wir gewohnt sind. Jeder muss Abstriche machen, manche nur etwas von ihrem Luxus aufgeben (nicht mehr alle speziellen Lebensmittel im Supermarkt zu bekommen – oder das extra flauschige Toilettenpapier…), andere bangen um ihre Existenz, ihre Gesundheit, ihren Arbeitsplatz, den sozialen Frieden. Wir müssen auf vieles verzichten – und leben gerade auch im Kirchenjahr in der Fastenzeit. Nur haben wir diese Verzichte nicht freiwillig gewählt.
Ich spüre in mir eine neue Demut und Dankbarkeit erwachsen. Eine neue Wertschätzung für menschliche Nähe, eine Umarmung, Gespräche per Skype oder mit Nachbarn über den Gartenzaun. Eine Wertschätzung für Lebensmittel. Es ist nicht selbstverständlich, jeden Tag mehr als genug zu essen zu haben.
Und ich spüre, dass es gerade keine bloße fromme Vokabel ist, mich auf Gott zu verlassen. Wir als Christen im reichen, sicheren Europa erleben nun auch eine Zeit, wo viele Sicherheiten wegbrechen. Ich kann gerade nichts planen. Uns allen wird bewusst, wie wenig wir in der Hand haben. Versicherungen, Geld, Beziehungen, ein sicher geglaubter Arbeitsplatz – vieles steht gerade auf wackeligen Beinen.
Das kann in uns Verschiedenes auslösen: Angst oder Vertrauen. Sicher oft gemischt. Angst vor dem Verlust, vor dem was kommt. Oder Vertrauen auf den Gott, der wirklich die Kontrolle hat.
Ich möchte uns Mut machen, neu zu lernen, was es bedeutet, unsere Hoffnung auf Gott zu setzen, besonders jetzt in der Osterzeit. Auf unseren auferstandenen Herrn, der Tod und Sünde überwunden hat. Die Bibel sagt uns, dass alles, woran wir uns in dieser Welt hängen können, nur falsche Sicherheiten sind. Lasst uns neu lernen, auf Gott zu vertrauen, der allein regiert und der feste, unerschütterliche Grund ist!

Viele Grüße, frohe Ostern und bleibt behütet!

Pierre & Tabea Friedmann und Joel Schätzle